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2019: Ich habe ein neues Auto. Einen VW Arteon. Sehr gutes Leasingangebot, Leute. Davor hatte ich einen Golf – den bin ich unglaublich gerne gefahren. So oder so – für mich ist ein Auto kein wirkliches Statussymbol. Ich fahre gerne ein schönes Auto, ja – aber es gibt mir keinen Ego-Boost und ich fühle mich nicht seriöser oder hipper oder sonst was, wenn ich einen Tesla fahre oder einen VW Up! .

Einer meiner ersten Kundentermine (Kunde seit 2015) mit diesem neuen Auto, hat nicht stattgefunden. Die Idee war meinen Kunden A mit meinem Kunden B zu vernetzen. Ich würde dabei als Connector funktionieren – die Idee kam mir eigentlich ziemlich schlau vor. Ich bin auf dem Parkplatz vorgefahren, da wartete bereits Kunde B auf mich, der gemeinsam mit mir auflaufen würde.

Ich parke, Kunde B nickt mir zu. Ich steige aus, will zum Handschlag ansetzen.

Kunde B: Fräulein Katzer, na das ist ja was! Wenn Sie jetzt noch ihre Buffalos ausziehen würden und mal nen Blazer überwerfen – dann kann man Sie mit Ihrem neuen Sportwagen ja tatsächlich bald mal so richtig als Geschäftsfrau ernst nehmen!

Ich denke kurz nach. Steige wieder in mein Auto und fahre weg. Rufe Kunde A an und melde mich ab. Kunde B ruft noch 5 mal an.

Kunde B entschuldigt sich per WhatsApp. Wir wiederholen den Termin.
Ich habe jetzt einen neuen Ansprechpartner von Kunde B’s Unternehmen.