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	<title>Marie Katzer</title>
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	<description>selbstständige Mediengestalterin aus Osnabrück</description>
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	<title>Marie Katzer</title>
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		<title>WAS DAS NETZWERK KANN &#8211;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Katzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Apr 2021 14:35:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>WAS DAS NETZWERK KANN &#8211; Oder: Was man selber nicht verlernt. (Glückwunsch btw. an das Esport-Team des 1. FC Heidenheim 1846!) Nach dem Corona-Ding (ihr wisst schon – das, was uns da jetzt seit über einem Jahr begleitet), war im letzten Jahr das Thema Esport leider weniger Teil meines Lebens, als ich es seit 2014 [&#8230;]</p>
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<p>WAS DAS NETZWERK KANN &#8211;  Oder: Was man selber nicht verlernt. (Glückwunsch btw. an das Esport-Team des 1. FC Heidenheim 1846!)</p>



<p>Nach dem Corona-Ding (ihr wisst schon – das, was uns da jetzt seit über einem Jahr begleitet), war im letzten Jahr das Thema Esport leider weniger Teil meines Lebens, als ich es seit 2014 gewohnt war.<br>Neben ein paar schönen Produktionen, an denen wir u.a. für die <a href="https://esportfactory.de/">Esport-Factory</a> in Osnabrück arbeiten durften, gab es keine Events. Zumindest nicht so, wie ich es von den Vorjahren gewohnt war.</p>



<p>Was einem da am meisten fehlt ist gar nicht nur die Atmosphäre und die Crew, sondern auch das, was man umsetzen konnte. Direktes Feedback auf Videos für Playoffs, Teamvorstellung etc. ist eine Sache, die die Eventarbeit einfach spannend macht. Du produzierst, du lieferst ab – und bestenfalls ist 2 Tage später dein Video auf dem Stream (noch schöner: in der Arena) zu sehen und man sieht sofort, was man „geschaffen hat“.</p>



<p>Durch das gefühlt-durch-matsch-watende letzte Jahr, wo sich durch Kurzarbeit und schwierige Einigungen zu Drehvereinbarungen Deadlines enorm verzögert haben oder Drehs zum Teil nicht stattgefunden haben, war es ein sehr gutes Gefühl im Februar 2021 von der<a href="http://eslgaming.com"> ESL</a> angefragt zu werden, ob ich nicht Lust hätte an einem Projekt für die <strong><a href="https://virtual.bundesliga.com/de/club-championship">VBL CC (die Clubchampionship der Virtuellen Bundesliga)</a></strong> mitzuarbeiten.</p>



<p>Die Idee war von vorneherein mega gut und gab mir das Gefühl von Auftrieb: Homestories/Vereinsstories und Spielerportraits VOR ORT umsetzen. Original Content. Endlich mal wieder. Ich glaube jeder, der schonmal ein gutes Portrait oder Feature egal in welchem Sport-Bereich gesehen hat weiß wie schade ist, wenn eben dieser emotionale Content fehlt.<br>Die Herausforderung war allerdings auch direkt zu Beginn deutlich: Die VBL CC ist eben eine Liga, Spieltermine sind gesetzt, in beiden Divisionen war es zum Teil auch noch richtig eng, was die Punkte anging. Also war klar: Wir haben 2 Wochen für 8 Teams. Diese können überall in Deutschland ansässig sein. Nicht alle Spieler leben an den Orten, wo ihr Verein zu Hause ist.<br>4 Teams qualifizieren sich erst am 16.03.+ 17.03. Das Grandfinal findet aber wie gesetzt am 27.+28. statt.</p>



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https://twitter.com/borussia_esport/status/1375759509386317830
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<p>Der Content will aber für alle Teams vorbereitet sein, denn man spielt bei sowas nicht Glaskugel. Würde ich auf ein anderes Team setzen, als das, was dann letztlich weiterkommt, kommt die Nachtschicht quasi von alleine – bis hierhin war also schon klar, die Vorbereitung wird schwierig – aber machbar.</p>



<p>Als es an die Terminfindung ging, ging es natürlich auch darum den Teams zu ermöglichen, sich so gut es geht Termine auszusuchen. Bei den ersten 4 Teams war das easy und ließ sich auch gut koordinieren, bei den letzten habe ich mich schon schlecht gefühlt, dass ich den Teams nur einzelne Tage anbieten konnte, an denen wir rumkommen könnten – denn klar, das würde ich immer gerne am Liebsten einen Monat vorher kommunizieren. Aber wie soll das gehen, wenn auch unsere Kapazitäten an Freelancern begrenzt sind und quasi an Tag 1 Heidenheim gedreht wird und an Tag 2 St. Pauli an der Reihe wäre?</p>



<p><strong>Hier kommt der Knackpunkt. Das hat funktioniert. Ich habe mich zwar so gefühlt, als würde ich bunte Blöcke im Kalender von A nach B schieben um irgendwie einen Plan zu sehen ohne, dass sich einer ergeben hat – aber es war möglich. Und das lag in erster Linie nicht an mir.</strong></p>



<p>Ich glaube, wer den Esport nicht kennt, der denkt immer noch, dass es hier um Keller geht, in denen einfach ein bisschen gedaddelt wird. Spoiler: Ist nicht so. Und dieses Projekt hat mir einmal wieder gezeigt, mit was für unglaublich guten und professionellen Leuten wir hinter den Kulissen zu tun haben. Da unterteile ich bei diesem Projekt in 3 Gruppen.</p>



<p><br><strong>Die Vereine und Ansprechpartner: </strong>Ich habe selten eine so unkomplizierte und zuvorkommende Art erlebt, wie bei all den Menschen, die ich auf meiner AP-Liste stehen hatte. Wenn ich am Telefon nach 2 Minuten gemerkt habe, ich rede gar nicht mit Verein X sondern Y &#8211; nach dem 6ten Call am Tag &#8211; wurde mir verständnisvoll entgegen gebracht, dass alles okay ist. Die Mühen die aufgebracht wurden, um diese Drehs möglich zu machen (Locations, Zugänge, Material, Corona-Tests etc.) sehe ich nicht als selbstverständlich an und habe diese Art der Kommunikation und Zusammenarbeit sehr geschätzt. Das ist nicht normal, dass ist Möglich-Machen. Klar, am Ende haben alle etwas von den Videos – aber solche Videos können nur klappen, wenn alle am gleichen Strang ziehen. Und lass es das FIFA-Universum sein, aber hier tun das alle.<br>Von den Teams, die unterwegs waren, gab es ausnahmslos positives Feedback. Freundlich, höflich, motiviert – also nicht nur die APs vor Ort, sondern auch die Spieler. Als die ersten Drehs durch waren und dieses Feedback uneingeschränkt so zurückgekommen ist, wurde ich langsam etwas ruhiger.</p>



<p><strong>Die Drehteams:</strong> Dass Drehs dann gut über die Bühne gegangen sind, dass das Feedback durchweg positiv war, ich sogar Mails bekommen habe, dass es ein schöner Tag war – das ist nur den Drehteams vor Ort zu verdanken. Z.T. 8 Tage am Stück unterwegs, abends aus dem Hotel das Material uploaden, Feedback geben, was geklappt hat und wo sich etwas geändert hat. Sowas kann man nicht einfach so mit jedem x-Beliebigen Kollegen machen. Dafür braucht man Leute, denen man vertraut. Wenn das nicht gegeben wäre, dann kann so eine Produktion nicht stattfinden. Und das habe ich hier nochmal vollends gespürt.</p>



<p><strong>Die Cutter:</strong> Wenn das Material dann da ist (Abends um 22 Uhr) jemandem schreiben zu können: Hey, kannste dir runterziehen und morgen dann loslegen! – ist genau so wenig selbstverständlich. Das Netzwerk in dem ich mich glücklicherweise bewegen darf und bewege, hängt sehr eng zusammen. Keiner „rockt einfach was runter“ wenn er weiß, wie viel die anderen als Drehteam in den Videodreh reingelegt haben. Wenn Material nicht rechtzeitig ankommt und der Schnitt noch nicht starten kann – ich glaube nicht, dass in so einer Situation jeder Mensch mit „Keine Sorge, ich schaffe das morgen trotzdem irgendwie“ reagieren würde.</p>



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<div class="sbi-embed-wrap"><blockquote class="instagram-media sbi-embed" data-instgrm-captioned data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/tv/CM463l4KStw/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="13" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:658px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/tv/CM463l4KStw/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; 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overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/tv/CM463l4KStw/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">A post shared by FC St. Pauli eFootball (@fcstpauli.efootball)</a></p></div></blockquote><script async src="//platform.instagram.com/en_US/embeds.js"></script></div>
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<p>Ich war am Freitag richtig fertig. Ich bin selber noch in den Schnitt mit eingestiegen, um die Videos leisten zu können. Als ich mein letztes Video abgegeben hatte, konnte ich aufatmen. Vielleicht fragst du Dich jetzt beim Lesen: <em>Was’n mit ihr? Gut, hat Telefondienst 24/7 gemacht, aber musste doch selber gar nicht ran!</em> – dann kann ich dir nur sagen: Hallelujah, genau das habe ich auch gedacht.</p>



<p>Als am Samstag dann Tag 1 der Show war und die ersten Feature liefen, war ich oberhappy. Ich habe den Content als ideal für die Show empfunden und hoffe, dass es den anderen Zuschauern und dem Rest der Produktion ebenfalls so ging.</p>



<p>Aber ich konnte mir nicht helfen, ich war so erschöpft wie lange nicht mehr. Zwischenzeitlich auch ein bisschen traurig, dass ich selber nicht rausfahren konnte, weil einfach zu viel zu organisieren war. Und im Gespräch danach, mit Alex von der ESL, fiel ein wichtiger Satz, den ich mir auch sehr zu Herzen nehme. „<strong><em>Wir können es noch“</em></strong>, hat er gesagt. Muss man sich einfach mal vor Augen führen. Was man ewig macht, seit Jahren schon, fühlt sich plötzlich wie das Besteigen des Mt. Everest an, wenn man es eben 1 Jahr lang nicht geleistet hat. Man ist viel krasser unter Spannung, irgendwie konstant unter Strom. Man schläft nicht gut, man ist rastlos. Man hat richtig Schiss, dass etwas nicht klappt.</p>



<p>Und jetzt, nach ein paar Tagen off kann ich nur sagen: Das ist ja eigentlich ziemlich normal, will ich mal behaupten.<br>Zumindest dann, wenn man es – egal worum es geht – mit Leidenschaft macht.<br>Ob auf dem Rasen oder an der Konsole. Vor oder hinter der Kamera.<br>Am Ende zählt das Herz.</p>



<p>&lt;3<br>ESL OAP<br>Mira &amp; Jan<br>Raoul<br><a href="https://www.filmhandwerk.com/">Filmhandwerk</a><br><a href="https://www.katrinbaldrich.com/">Katrin Baldrich</a><br><a href="https://rostock-rotates.de/">Rostock Rotates</a></p>
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		<title>Danke für Nichts.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Katzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2020 14:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vorweg: Der Tipp &#8222;Lies doch einfach nicht mehr im Internet, das macht dich ja total kaputt.&#8220; funktioniert nicht. Hier spielt sich ein Großteil meines Jobs ab und darüber hinaus: Ist das die Lösung für das Problem? Einfach Abschalten? Nein nein, damit bleibt nur noch mehr Raum für Scheiße. Und ich verpasse Gutes &#8211; so wie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/10/WhatsApp-Image-2020-10-29-at-15.07.58-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-3719" srcset="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/10/WhatsApp-Image-2020-10-29-at-15.07.58-980x735.jpeg 980w, https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/10/WhatsApp-Image-2020-10-29-at-15.07.58-480x360.jpeg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Vorweg: Der Tipp &#8222;Lies doch einfach nicht mehr im Internet, das macht dich ja total kaputt.&#8220; funktioniert nicht. Hier spielt sich ein Großteil meines Jobs ab und darüber hinaus: Ist das die Lösung für das Problem? Einfach Abschalten? Nein nein, damit bleibt nur noch mehr Raum für Scheiße. Und ich verpasse Gutes &#8211; so wie gestern:  In einem Posting des SZMagazins wurde ein Tweet von Max Scharnig aufgeführt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p><em>Mich seit Wochen gefragt, warum ich so gestresst und erledigt bin. Heute gedacht: Es ist gar nicht, weil so viel zu tun wäre. Sondern weil so viel auszuhalten ist.</em></p><cite>https://twitter.com/Schrngg/status/1321444083643125760</cite></blockquote>



<p>Und mit diesem Tweet ging mein Tag des 28.10.2020 zu Ende.</p>



<p>Am gleichen Tag, also gestern, wurden die neuen Maßnahmen bekanntgegeben, die die Pandemie eindämmen sollen. Ein Schlag ins Kontor, für alle Künstler. Die Veranstaltungsbranche, die Gastronomie. Für jeden Soloselbstständigen, für jeden Freischaffenden da draußen. Aber bevor ich auf das aktuelle Geschehen zurückkomme, ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2020.</p>



<p></p>



<h4><strong>Phase 1: Ich bin verwirrt.</strong></h4>



<p><br>Im Frühjahr, vor dem ersten Lockdown, kam ich gerade aus Katowice zurück. Eigentlich immer eine gute Zeit mit vielen tollen Kollegen, die ich regelmäßig seit 2015 sehe, wann auch immer ich für ESL Events gebucht wurde. Diese IEM war allerdings anders. Statt einer vollen Arena wurde das Turnier ohne Zuschauer gespielt. Als wir bei der Eröffnung gemeinsam vor der Bühne standen, um uns die Opening-Ceremony anzusehen, die immer ein echtes Highlight für uns alle und auch für die Fans ist, war es ungewohnt still. Das Pfeiffen der Feuer-Fontänen war so laut, wie ich es noch nie gehört habe. Gänsehaut. Umdrehen. Kein Jubel. Enttäuschung. In erster Linie, weil sich Cutter, Producer und Kameramänner monatelang dafür abmühen, ein Highlight zu produzieren, was die Leute aus den Sitzen reißt &#8211; ein kleiner Trost: Wir streamen ja. Die Leute können es sehen. Aber ich kann Euch eins sagen: Das ist nicht das Gleiche. Das ist nicht das, was einen immer so glücklich gemacht hat. Das Jubeln, die begeisterten Gesichter &#8211; in dem Moment war bereits klar, dass das jetzt lange nicht mehr so sein wird und das das nicht nur uns betreffen wird.</p>



<p>Im Flieger auf dem Rückweg hat man versucht zu begreifen, was da passiert ist. Es dürfen keine Menschen ins Stadion. Es gibt dieses Virus. Das müssen wir klein halten.&nbsp;</p>



<p>Zu Hause dann das erste Mal das Gefühl, das etwas anders ist.<br>Ich habe am nächsten Tag Fieber bekommen. War schlapp und kaputt. Das ist eigentlich nichts Neues, nach 9 Tagen on Tour &#8211; aber ich habe Angst bekommen. Was, wenn ich jetzt Corona hab? Was bedeutet das für mich und meine Arbeit? Meinen Partner, der beim Fußballverein arbeitet? Dann habe ich beim Gesundheitsamt angerufen. Die haben sich angehört, wo ich gerade herkomme und mir geraten, einen Test zu machen. “Machen Sie sich bitte keine Sorgen und ich finde es super, dass Sie anrufen. Rufen Sie Ihren Hausarzt an.” Das habe ich dann gemacht. In der Mittagspause der Praxis (damit keine anderen Personen vort Ort sind) bin ich mit Mundschutz rübergegangen. Die Arzthelferin, komplett in Schutzkleidung, hat mir die Tür geöffnet und es wurde im Flur vom Arzt, ebenfalls komplett in Schutzmontur eingekleidet, ein Rachenabstrich genommen.<br>Ich würde so schnell es geht eine Rückmeldung bekommen.<br>Am folgenden Morgen war das Fieber weg. Wahrscheinlich war ich einfach nur erschöpft, denn so habe ich mich auch immernoch gefühlt. Ich rief meine Bandkollegen an und sagte den Gig für’s Wochenende ab &#8211; ich wusste ja nicht, wie das Testergebnis ausfällt. Die Jungs konnten das verstehen. Eine Entscheidung für die Sicherheit von allen, dachte ich.</p>



<p><br>Ich sagte generell erst einmal alles ab. Ich war nicht einkaufen, gar nicht draußen. Habe jeden Tag 12 Stunden geschlafen. Am Montag, als das Ergebnis &#8211; negativ &#8211; da war, war ich erleichtert. Und durch das ganze Schlafen ging es mir körperlich wesentlich besser. </p>



<p>Noch ein, zwei Drehs, waren im Kalender vermerkt. Das Gefühl auf dem Weg zu den Produktionen, war ein Ungewohntes. Man hat ja Nachrichten geguckt und Artikel gelesen. In der Zeit fiel es mir schon extrem schwer, mich bei der Arbeit nur auf die Arbeit zu konzentrieren. Ich dachte ununterbrochen darüber nach, ob das jetzt vielleicht vorerst unsere letzten Produktionen sind und was das finanziell bedeuten würde. Ich konnte nicht mehr gut schlafen. Ich wünschte mir, ich hätte die Woche, in der ich zu Hause bleiben musste, mehr wertgeschätzt und machte mir Vorwürfe.&nbsp;</p>



<p>Nach dieser also kurzen körperlichen Belastung folgte mit dem ersten Lockdown die psychische. Ich arbeite generell im Homeoffice. Zwar hatten Tobi und ich in diesem Jahr vor, in unserem neuen Büro richtig durchzustarten, aber als in meiner Facebook-Timeline gleich zu Beginn die ersten Kommentare auftauchten zu “Was soll ein Stück Stoff denn schon verhindern?”, “Ich lasse mich nicht von einer Maske einschränken!” fühlte ich mich unwohl dabei, raus zu gehen. Wegen diesen Leuten. Denen es egal war, ob anderen krank würden, weil sie sich weigerten, sich an Regeln zu halten.<br>Homeoffice also wie gewohnt. Ich konnte weiterhin schneiden, arbeiten, Drehs planen, die vielleicht niemals stattfinden würden.<br>Aber dann dann war da ja noch plötzlich der Partner im Homeoffice.<br>Spoiler: Wir haben uns nicht getrennt. Aber wenn man vorher, so wie ich, jeden Monat mindestens eine Woche weg war, jeder an seinem Arbeitsplatz arbeitet und dann plötzlich 24/7 aufeinander hängt, dann macht das etwas mit dir. Ich denke da an alle, die die Krise als Paar nicht überstanden haben. Nicht, weil sie sich nicht mehr lieben, sondern weil sie Abstand brauchten, um sich immer wieder aufeinander freuen zu können &#8211; was dann nicht mehr gegeben war. Dumme Sprüche auf Facebook, in fancy Bilder verpackt “Wenn du das hier mit ihm schaffst, dann seid ihr das perfekte Paar” oder “Lockdown ist wie Ehe, nur mit Maske” spammten das Netz. Lange nicht mehr habe ich mich so geschämt, ein Mensch zu sein.</p>



<p>In der Zeit konnte ich kaum noch schlafen. Ich war angekotzt von mir selber und dass ich nicht weiß, was los ist. Ich habe stundenlang am PC gearbeitet und konnte mich abends nicht mehr erinnern, was ich überhaupt gemacht habe. Ich habe verlernt stolz auf mich zu sein und ich habe extrem viel getrunken.&nbsp;</p>



<p>Irgendwann habe ich angefangen Sport zu machen. 30 Tage Bauchmuskelchallenge wurde zu 30 Minuten Sport am Tag. Das war krass, weil ich glaube ich das letzte mal aktiv mit 18 Sport getrieben habe. Ich hatte keine Kraft mehr, seit ich meine Ausbildung angefangen habe. Keine Zeit, wenn ich um 9 angefangen und erst um 21 Uhr Feierabend hatte. Keine Kraft, als ich mich selbstständig gemacht habe. Keine Zeit, wenn ich um 8 Uhr angefangen habe und erst um 23 Uhr Feierabend hatte. Klar, “Man muss sich die Zeit dafür nehmen.” &#8211; oh ja, das weiß ich. Aber wenn man morgens nicht aus dem Bett kommt, weil man sich dazu psychisch nicht in der Lage fühlt, dann könnt ihr mir gerne erklären, wie man seinen Arbeitstag überhaupt schaffen soll, wenn man von 8-10Uhr damit Zeit verbringt, in der Dusche zu heulen.</p>



<p>Die Sportsache hat mir gut geholfen. Sie hat mir einen Push zu Beginn des Tages gegeben. Eine Art “Punkt auf meiner ToDo-Liste”, einen Grund aufzustehen &#8211; denn wenn wir mal ehrlich sind: Wieso steht man morgens auf, wenn man nicht “systemrelevant” ist? </p>



<p></p>



<h4><strong>Phase 2: Ich bin nicht systemrelevant.</strong></h4>



<p><br>Ich habe angefangen, mir alte Fotos anzugucken. “Gute Erinnerungen an bessere Zeiten”, quasi. Ich erinnerte mich daran, wie ich 2014 mit welchen Hürden und Problemen in die Selbstständigkeit gestartet bin. Ich bekam etwas Auftrieb. Was man alles geschafft hat, was man alles schon überwunden hat. Ich erinnerte mich an den ersten, richtig herben psychischen Einschlag in meinem Leben. Ich erinnerte mich an meinen ersten Hörsturz und wie ich mich danach wieder berappelt habe. </p>



<p>Ich wurde kreativ. Brainstormte mit mir selber, was man jetzt ggf. anbieten kann. Wie man bestehenden Kunden helfen kann. Ich telefonierte viel mit Kollegen und versuchte Ideen zu entwickeln. Ich erstellte mir einen Finanzplan für das Jahr 2020 und versuchte auf Biegen und Brechen irgendwie herauszufinden, wie es möglich ist, dass ich am Ende des Jahres nach Verbrauch aller Rücklagen bei 0 landen würde. Im April war das schlichtweg unmöglich. Steuerlast nach einem guten Geschäftsjahr 2019 ist ein hartes Brot. “Dann stunde doch.” Jau, gute Idee. Am Besten alles, damit 2021 dann direkt scheiße losgeht, dachte ich mir. “Dann nimm doch einen Kredit auf, die sind grade günstig.” Klasse, am Besten verschulde ich mich bevor ich überhaupt erahnen kann, ob eine Normalität zurückkommt. Denn das weiß ich auch heute nicht. Ich weiß nicht, was nächste Woche ist &#8211; ich weiß nicht, was in 2021 passiert.</p>



<p>Und deswegen blieb ich dabei: Nein, mein Plan ist super. Ich kriege das irgendwie hin. Das gute Gefühl war zurück. </p>



<p>In den Gesprächen mit Kollegen immer wieder das Thema “Corona-Soforthilfe”, dann das Schlucken, dass nur Betriebskosten gedeckelt werden können. Die Enttäuschung bei allen, die eben keine oder extrem geringe Betriebsausgaben haben, weil sie zu Hause arbeiten. Jakob Lübke, Musiker aus Osnabrück, hat im Juni ein Video rausgebracht, was genau erklärt, was das Problem für eben diese Menschen &#8211; mich eingeschlossen &#8211; bedeutet hat. Und immernoch bedeutet:</p>



<p><a href="https://www.instagram.com/p/CBv4FPlqLtF/">https://www.instagram.com/p/CBv4FPlqLtF/</a></p>



<p>Dann die Gespräche im Bekanntenkreis, mit Freunden, mit entfernter Familie. Immer wieder wird gesagt “Ja, aber ihr bekommt doch jetzt Geld &#8211; wo ist das Problem?” und die Enttäuschung und das Unverständnis in meinem Blick, wenn diese Sätze fielen. </p>



<p>Als wir wieder durften, fuhren wir kleine Produktionen. Unter anderem bei Pistole, jemandem, mit dem ich reden konnte &#8211; weil er, Gastro, nachfühlen konnte, wie es uns/mir geht. Im ersten Dirty-Talk-Livestream, den ich dann gemeinsam mit Tristan und Francesco vom FILMHANDWERK umsetzen konnte, spricht Jan Bröcker über die Situation in der Gastronomie. Was passieren kann, was passieren wird. Und ich muss während der Produktion fast heulen, weil ich mir denke “Wie zum Henker kann das passieren? Wieso müssen Menschen, die so viel aufgebaut haben, so viel Gutes tun, so stark sind, an so einem Punkt sein?” Nicht viel später muss Bernd Arold, den ich bereits bei Pistole kennenlernen durfte, sein Restaurant “Gesellschaftsraum” in München schließen. Pistole erzählt mir das am Telefon. Er ist sehr angefasst, während er darüber spricht. Ich bin es auch. “Danke für 12 wundervolle Jahre” schreibt Bernd auf seiner Homepage. </p>



<p>Ich liebe Essen und somit liebe ich die Gastro. Tim Mälzer kämpft bei Markus Lanz mit den Tränen und ich sitze vor meiner “Wie überstehe ich Corona”-Finanztabelle und plane das Urlaubsbudget wieder ein. Nicht für Urlaub, denn den wird es dieses Jahr nicht geben. A) Weil ich es mir nicht leisten kann, 2 Wochen nicht zu arbeiten. B) Weil ich nirgendwo hinreisen will und damit dann ggf. noch meine Mitmenschen gefährde, weil ich mir im Flieger Corona einfange. Ich plane das Geld bewusst für Essen ein. Für ein paar Spenden. Für einen möglichen Kurztrip in eine Ferienwohnung, wann auch immer.</p>



<p>Als es wieder möglich war, bin ich viel Essen gegangen. Habe weiterhin beim Pizza-Onkel unseres Vertrauens gekauft und immer, egal wo wir hin sind, ein gutes Trinkgeld gegeben. Noch nie war es schöner und einfacher Unternehmen zu unterstützen.<br>Mai 2020: Das Brücks trumpft mit seinem Plan B auf &#8211; Das Burrito Cartel. Ich muss zugeben, dass ich noch nie im Brücks feiern war, weil mich die Musik leider nicht so kickt &#8211; aber ich kenne und folge Jimmy schon lange, bewundere ihn und so reservieren wir auch hier. Morgens, nach dem ersten Festmahl, knall ich ein Bild von Burrito und Bowl bei Instagram in die Story. Weltklasse Essen. Dann, 10 Minuten später, der Kommentar von einem Bekannten:</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Erst jammern, dass ihr Selbstständigen kein Geld kriegt und jetzt sehe ich ständig irgendwo SInger-Songwriter oder andere “sogenannte Künstler” irgendwo Essen gehen in der Stadt. So seid ihr Selbstständigen, immer nur nehmen nehmen nehmen und immer nur jammern. Augen auf bei der Berufswahl!!!</p></blockquote>



<p>Ich muss schlucken. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich gejammert habe. Ich fand meinen Ansatz gut, Geld für Restaurantbesuche und Drinks auszugeben. Ich werde wütend. Ich antworte trotzdem sachlich. Nach 20 Minuten Instagram Hin- und Her lenkt er ein und sagt: <em>“Ok, sorry nochmal. Ich hab nie richtig überlegt, was das für euch alle bedeutet. Bin halt grade in Kurzarbeit im Homeoffice mit dem Kleinen und genieße das eigentlich total.”</em></p>



<p>Ich bin erschöpft.</p>



<p></p>



<h4><strong>Phase 3: Augen auf bei der Berufswahl</strong></h4>



<p><br>Wir haben einige Sachen umsetzen können. Irgendwie kommt wieder Flow rein. Man hat wieder richtige Drehs, die Planung geht gut von der Hand. “Ich glaube, das wird wieder”, sagt eine Kollegin, die das erste Mal nach langer Zeit im Homeoffice ein Meeting mit mir in ihrer Firma abhalten kann.<br>Am Folgetag bin ich mit einer Freundin zum Kaffee verabredet. Ich rufe sie morgens an und Frage, ob ich noch einen Kuchen backen soll. Sie antwortet sehr nasal “Ne, brauchste nicht. Ich habe grade eh keinen Appetit, bin total erkältet.” Ich stocke. “Würde mich ungern treffen, wenn du krank bist. “Oh Gott Marie ey, ich hab kein Corona man. Das ist nur ‘ne Erkältung.”</p>



<p>Wir sagen das Treffen für den Tag ab. Ich möchte auch keine Erkältung haben, denke ich mir. Wieso ist das sowieso so ein Ding derzeit? Menschen mit Erkältungssymptomen fühlen sich ausgegrenzt, weil man sie in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit komisch anschaut, wenn sie über 15 Minuten kontinuierlich husten? Ich persönlich fand es nie geil, wenn Leute mit einer Grippe ins Büro gekommen sind oder Drehs nicht abgesagt haben, weil sie es unbedingt &#8211; trotz Fieber und Schnupfen &#8211; machen wollten. Das war auch schon vor Corona so &#8211; und ich persönlich habe dann immer abgesagt, weil ich immer dachte “Oh nö, ich möchte einfach niemanden anstecken.” Dann habe ich einen Alternativtermin vorgeschlagen und die Produktion verlegt. Und das ist nicht leicht: Denn Krank-Sein bedeutet für uns Geldverlust. Veranstaltungsausfall. Zukunftsangst. Denn als Selbstständiger hast du in den seltensten Fällen einen Ersatz, der deinen Job übernimmt. Als Band kannst du nicht ohne Leadsänger auftreten. Aber trotzdem gibt es diese Entscheidungen.</p>



<p><strong>“Damals” war das gerade im Privaten verantwortungsbewusst, heute ist das scheinbar für viele Ausgrenzung.</strong></p>



<p>Beim Scrollen durchs Netz erkennt man derweil immer deutlicher eine “Wir vs Die”-Entwicklung. Unter jedem Artikel, in dem es darum geht, wie freischaffende Künstler leiden &#8211; Fotografen, Schauspieler am Theater, Tontechniker &#8211; gibt es Kommentare, wie z.B.:<br>“Wie kann man auch davon ausgehen, dass man als Tänzer Geld verdient?” oder “Dann soll der Tonmann doch zum Fernsehen gehen, das gibt es doch noch” oder aber auch &#8211; und den habt ihr vorher schon gelesen: “Augen auf bei der Berufswahl11!!1!!”</p>



<p>Augen auf bei der Berufswahl. Okok, denke ich mir. Immer, wenn ihr eine tolle TV-Show seht oder ein tolles Konzert besucht. Immer, wenn ihr tolle Fotos von Familienfeiern habt oder gut Essen geht, wenn ihr auf dem Saal feiert oder der Hochzeitsmusiker in der Kirche soooooo schön gesungen hat &#8211; dann, ja DANN sind wir alle super.<br>Aber jetzt? Jetzt haben wir uns schlicht und einfach dumm positioniert, über Jahre hinweg. Wir haben uns einfach einen scheiß Job ausgesucht. Als hätten wir im Kleingedruckten überlesen, dass unser Lebenswerk super cool und angesehen ist, aber in Zeiten einer Pandemie keine Garantie übernommen werden kann, dass das dann auch so bleibt.</p>



<p>Als ich meinen ersten &#8211; und letzten &#8211; Kommentar ever unter so einen Spiegel-Online Artikel setze, muss ich erst einmal lachen.<br>“Ihr habt hier nichts verloren!11! Trägst Masske, du Schlafschaf.” Alto Bello, ey. Richtig guter Kommentar, mit Original Rechtschreibfehler und 1!1!! &#8211; kurz danach komme ich nicht mehr aus dem Kopfschütteln raus.<br>Eine Dame kommentiert, dass ich damit sage, dass sie jetzt in Kurzarbeit nicht leiden müsse. Ein anderer schreibt, dass ich ja gut reden habe &#8211; wo der Staat mich doch immer trägt. Ich müsse ja weniger Steuern zahlen und meine Rente kriege ich ja auch von Merkel und Co. Er hingegen hat sein Leben lang gearbeitet und jetzt sind junge Tussen wie ich dafür verantwortlich, dass er keine gute Rente kriegt. Ich folge SeaWatch, das hätte er gesehen, sagt er. Ich würde also auch dafür sein, dass Ausländer wichtiger sind als unsere Alten. Die Flüchtlinge wären hier ja immernoch das größte Problem, sagt er.</p>



<p>Wow, denke ich. Das ist schnell eskaliert. Zudem zeichnet sich ab, was für Menschen da eigentlich diese totale Grütze verbreiten: Enttäuschte, verbitterte Leute. Die Frauen “Tussen” nennen, Kultur für unnötig halten und partiell auch etwas gegen Ausländer haben. Beeindruckend beängstigende Mischung. Mit solchen Menschen möchte ich niemals Kontakt haben. Gut, dass ich solche Leute nicht kenne, denke ich.</p>



<p><br>Meine Timeline ist voll mit Postings von Gastro und Unternehmern, die immer neue Ideen aus dem Hut zaubern, um ihr Unternehmen &#8211; und nochmal: IHR LEBENSWERK &#8211; am Laufen zu halten. Ich bin glücklich und drücke die Daumen, dass es alle schaffen, die ich so gern habe. Ich freue mich über die, bei denen die Soforthilfe gegriffen hat. Die Back on Track sind, wo es weitergeht. Und dazwischen, vereinzelt von entfernten Bekannten: “Aufwachen”. Und Comics, die witzig darstellen sollen, wie eine Maske einem Maulkorb gleicht. “Das wird man ja wohl noch sagen dürfen, das ist nur meine Meinung”, steht da drunter. </p>



<p>Was ist Schlaf?</p>



<p></p>



<h4><strong>Phase 4: Ich kenne solche Leute nicht.</strong></h4>



<p><br>Ich komme nicht mehr richtig raus, aus dem Gedankenstrudel. Proteste der BLM-Bewegung in Amerika werden niedergeprügelt, Flüchtlingsbooten wird der Motor zerstört, damit sie bloß im “Zuständigkeitsbereich” des anderen Landes treiben. Waldbrände wüten in California und ich sitze zu Hause und frage mich, warum ich so ein nutzloses Stück Scheiße für den Planeten bin.</p>



<p>Ich lese in Whatsapp-Gruppen, dass Leute sich zum Feiern getroffen haben und da jetzt wohl jemand Corona hat und ein anderer schreibt “Ich stand überhaupt nicht nah bei dem.” Eine Freundin muss in Quarantäne, weil ein Familienmitglied seine Symptome nicht ernst genommen hat. Er ist positiv, sie nicht. Trotzdem muss sie als Erstkontakt 14 Tage zu Hause bleiben.</p>



<p>Nebenbei erzählt mir ein Kumpel, dass seine Mitbewohner sich mit 15 Leuten in der Wohnung getroffen haben. 2 davon aus Österreich. Die sind mit der Bahn gekommen. Er fühle sich seitdem irgendwie krank, habe Halschmerzen. Aber heute Abend würde er doch endlich seine Eltern mal wieder treffen, da sein Papa Risikopatient ist und das vorher nicht richtig möglich war &#8211; oder eher: sich für ihn immer unsicher angefühlt hat. Eine Bekannte schreibt auf Facebook: “Obwohl ich mit meinem kleinen Kind vor dem Supermarkt stand und nur eben Brot kaufen wollte aber meine Maske vergessen habe, haben die mich nicht reingelassen und es hat in Strömen geregnet. Unfassbar #DankeMerkel” und ich muss mir eingestehen: Doch, ich kenne solche Leute. </p>



<p>Ich kenne Leute, die in Gesprächen erwähnen, dass sie das mit den Masken nicht so ernst nehmen. Die sagen, dass sie total kaputte Hände haben, von dem ganzen Desinfektionsmittel. Die sich aufregen, weil das Restaurant nur noch 6er Tische besetzt, um sich an die Abstände halten zu können. Die sagen, dass das alles doch ausgedacht sein kann, von der Politik. Die sagen, dass Demos, wo Menschen ohne Maske protestieren, dass sie keine Maske tragen wollen, weil sie in ihrer Freiheit eingeschränkt sind &#8211; auch ihr Recht haben, das zu machen &#8211; weil das hier immernoch eine Demokratie ist.<br>Die sagen, dass sie ein Video gesehen haben, in dem aber jemand sagt, dass das alles nicht stimmt und so lange das nicht bewiesen ist, sich auch weiterhin mit anderen treffen. </p>



<p>Die sagen, dass sie nicht verstehen, wie ich so viel arbeiten kann aber nicht mehr Geld überhabe, um “dieses eine Jahr jetzt eben zu überstehen.”<br>Die sagen, dass ich mich immernoch umorientieren kann, wenn mir das mit meinem Job derzeit so kompliziert erscheint. Die auf meine Erklärungen und meine Bitten, sich an die Regeln zu halten, damit wir “Systemirrelevanten” die Chance bekommen, uns nicht aufgeben müssen nur damit antworten: <em>Die Maske ändert nichts daran, Marie. Das ist ein Virus, wie die Grippe. Da wird man auch mal krank, manche mehr, manche weniger.</em></p>



<p>Das sind auch die, die sagen, dass man auch an die Wirtschaft denken muss. Menschen sterben nunmal, Marie. Und das sagen sie, während Töpfe für die Bahn und die Lufthansa und eben für alle, die eine Lobby haben, ausgeschüttet werden. Es gibt einen Moment, der die Fassungslosigkeit übersteigt. Der einen in eine Starre versetzt. So, als könnte man nicht mehr richtig sehen und alles ist verschwommen. </p>



<p>Mein Tinnitus ist zurück &#8211; und das, obwohl ich nicht mal im Ansatz so viel arbeiten konnte, wie im letzten Jahr.</p>



<p></p>



<h4><strong>Phase 5: Was bleibt</strong></h4>



<p><br>Und jetzt zurück zu heute. Gestern habe ich ein Video von Till Brönner gesehen. <a href="https://www.facebook.com/watch/?v=1501640906891425">https://www.facebook.com/watch/?v=1501640906891425</a></p>



<p>Auch danach musste ich weinen. Abends hatten wir dann ja noch eine Produktion. Mit Stoßlüften und Masken und desinfizieren. Da stand ich im Regen und hab geraucht und hab versucht, das so richtig aufzunehmen, was wir da machen. Heute morgen musste ich nochmal weinen, weil ich erneut nicht weiß, wie es weitergehen wird, in den nächsten Wochen und bis zum Jahresende. Ich hatte doch so einen guten Plan &#8211; aber was wird daraus, wenn wir die letzten Produktionen für dieses Jahr nicht machen können?</p>



<p>Auch muss ich dann weinen, weil ich nicht weiß, wie meine Freunde und Bekannten aus der Veranstaltungsbranche, Kollegen aus der Medienbranche und aus der Gastroszene das überstehen sollen. Weil ich Angst habe, dass ich zu wenig unterstützt habe. Weil ich nicht weiß, ob ich hätte mehr unterstützen können.</p>



<p>Und weil ich mich frage, wie, wenn man um all diese Sachen weiß, weiterhin privat auf alles scheißen kann. Regeln ignoriert, im Internet Dinge verbreitet, die man nicht belegen kann.<br>Wie man so handeln kann, im Wissen, das Menschen sterben und Existenzen zu Grunde gehen. Weil ich mich frage, wie man sich selbst so sehr an die erste Stelle stellen kann.<br>Zuhören solltet ihr Euch, während ihr sagt “Es geht hier um meine Freiheit, das ist meine Meinung, es geht um mein Leben und meine Entscheidung, wie ich damit umgehe.” &#8211; Nein, das tut es nicht. Es geht um Alle.</p>



<p>Und die Maßnahmen, die da anstehen, die halte ich für richtig, ja. Aber: Wenn unsere Szene weiterhin irrelevant bleibt, es keine sinnvollen Dialoge gibt, dann gibt es diese bald nicht mehr. Dann kann man das nicht mehr aushalten, irgendwann. Und ich verstehe es, dass Menschen darunter zusammenbrechen. Weil man weiß, wie andere Menschen ihre Mitverantwortung nicht verstehen. Und während man selbst alles dafür tut, dass es irgendwie funktioniert, organisieren 700 Menschen in Berlin eine Fetischparty und spreaden all over the place.</p>



<p>Ich glaube daran, dass Mutti sich was überlegt. Aber ich glaube nicht mehr an das Gute im Menschen, in 2020.</p>



<p>Und so liege ich immernoch im Bett. Unmöglich, aufzustehen. Erschlagen vom Egoismus, der fehlenden Empathie und dieser ganzen Scheiße.&nbsp;</p>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie Katzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2020 10:22:36 +0000</pubDate>
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<p>Mit <a href="http://tischgespraeche-gesucht.de/">&#8222;<strong>WIR VERMISSEN EUCH&#8220; #tischgesprächegesucht</strong></a> geht die Konzeptwerkstatt Merge in eine Kommunikationsoffensive, um über die Grenzen der leider abgesagten <a href="https://www.internorga.com/">INTERNORGA</a> hinaus mit den Kunden in Kontakt zu bleiben.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

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<!-- /divi:image -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Später werden wir über diesen Zeitabschnitt damals wahrscheinlich in etwas so sprechen: <em>Weißt du noch, Anfang 2020, da wussten wir Montags nicht ob wir Freitags noch Aufträge haben. Ob noch mehr Absagen kommen oder wie überhaupt irgendwas weitergeht.</em><br>Woran wir uns auch erinnern werden ist die Einfachheit, mit den Menschen in Kontakt zu bleiben. Skype-Konferenzen aus dem Homeoffice, die plötzliche Möglichkeit alles auch von zu Hause aus erledigen zu können. Das grundsätzliche Verständnis der Arbeit miteinander wird sich in dieser Phase nachhaltig verändern.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Aber während wir bestenfalls in der Lage sind, die Kommunikation untereinander innerhalb unseres  Unternehmens zu verbessern, stellt sich eine neue Herausforderung: Wie erreiche ich meine Kunden? Wie kann ich meine Projekte am Laufen halten? Wie kann ich auch weiterhin Akquise betreiben und meine Zielgruppe über Neuerungen informieren?</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Die Konzeptwerkstatt hat mich und Raoul angesprochen, als wir 2 Wochen vor dem &#8222;Shut-Down&#8220; standen. Innerhalb von einer Wochen haben wir dann gemeinsam ein kleines Videokonzept entwickelt, dass der Zielgruppe klar macht: Wir sind immernoch hier. Meldet Euch, wenn ihr Fragen habt. Es wird eine Zeit nach dieser Krise geben.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Die Videos sind sehr einfach und verständlich aufgebaut. Klar war: Es soll zunächst den direkten Aufruf geben, weiterhin den Kontakt zu suchen. Nur, weil die Internorga, wie jedes große Event ins Wasser fällt, sind die Ideen und Vorschläge, die das Unternehmen für die Messe vorbereitet hatte ja nicht hinfällig. Grafik, Brotregal- und Thekenbau, Snackkonzept: All diese Dinge liegen bereit auf dem Schreibtisch. Die &#8222;Pflicht&#8220; ist somit erfüllt. Jetzt folgt die Kür.</p>
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<figure class="wp-block-gallery columns-3 is-cropped"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="576" src="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/tt300-1024x576.jpg" alt="" data-id="1329" data-full-url="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/tt300.jpg" data-link="https://mariekatzer.de/?attachment_id=1329" class="wp-image-1329" srcset="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/tt300-980x551.jpg 980w, https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/tt300-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="576" src="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/2230-1024x576.jpg" alt="" data-id="1330" data-full-url="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/2230.jpg" data-link="https://mariekatzer.de/?attachment_id=1330" class="wp-image-1330" srcset="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/2230-980x551.jpg 980w, https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/2230-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="576" src="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/11110-1024x576.jpg" alt="" data-id="1331" data-full-url="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/11110.jpg" data-link="https://mariekatzer.de/?attachment_id=1331" class="wp-image-1331" srcset="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/11110-980x551.jpg 980w, https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/11110-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="576" src="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/Katrin0-1024x576.jpg" alt="" data-id="1333" data-full-url="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/Katrin0.jpg" data-link="https://mariekatzer.de/?attachment_id=1333" class="wp-image-1333" srcset="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/Katrin0-980x551.jpg 980w, https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/Katrin0-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="576" src="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/KW_O_Ton_020-1024x576.jpg" alt="" data-id="1335" data-full-url="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/KW_O_Ton_020.jpg" data-link="https://mariekatzer.de/?attachment_id=1335" class="wp-image-1335" srcset="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/KW_O_Ton_020-980x551.jpg 980w, https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/KW_O_Ton_020-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="576" src="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/tt20-1024x576.jpg" alt="" data-id="1336" data-full-url="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/tt20.jpg" data-link="https://mariekatzer.de/?attachment_id=1336" class="wp-image-1336" srcset="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/tt20-980x551.jpg 980w, https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/tt20-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure></li></ul></figure>
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<!-- divi:heading -->
<h2>Wie baut man das dann auf?</h2>
<!-- /divi:heading -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>In 6 Videos findet ihr auf der Website nun einfach erklärt, was die Konzeptwerkstatt auf der Internorga gezeigt hätte. Features der Theke, Gimmicks für das Brotregal &#8211; und ganz generell, geben die Videos einen Eindruck, worüber man hätte ins Gespräch kommen können &#8211; wenn man sich denn gesehen hätte. </p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Über Instagram sprechen die Mitarbeiter direkt zum potentiellen Kunden. Zum Beispiel Ann-Katrin aus der Grafik:<br><em>Wir, die Grafikwerkstatt, erzählen eure Geschichten und stehen euch zur Seite. ⁠<br>Gerade in dieser schwierigen Zeit möchten wir Euch unterstützen, ob Verpackungsmaterial für z.B. halbgebackene Ware, Kommunikation über die Social-Media-Kanäle oder die Umsetzung eines Online-Shops. <br>Sprecht uns an – wir sind für Euch da! ⁠</em><br>Der Link in der Bio leitet dann direkt auf die Landingpage von <a href="https://www.instagram.com/konzeptwerkstatt_tt/">#wirvermisseneuch</a>.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Wir wir alle wissen, hat die Reichweite von Social-Media immer schon eine große Rolle gespielt. In Zeiten wie diesen wird umso deutlicher wie wichtig es ist, mit einem Plan an das Sharen des Contents zu gehen. Meine Hoffnung ist, dass vielen Unternehmen in der jetzigen Zeit klarer wird, dass es nicht einfach darum geht, irgendetwas zu produzieren.<br>Es bedarf einer sinnvollen Planung und kurzfristigen, aber nicht überstürzten Lösungsansätzen. </p>
<!-- /divi:paragraph -->

<!-- divi:paragraph -->
<p>Wer das schafft, der bewegt sich weg von Social-Distancing und schafft es über Social-Media die Verbindungen zu schaffen, die es braucht, um sich im Spiel zu halten.</p>
<!-- /divi:paragraph -->

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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="681" src="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/DSC8943-1-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-1334" srcset="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/DSC8943-1-980x652.jpg 980w, https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2020/03/DSC8943-1-480x319.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>
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		<title>Kintsugi – oder auch: Good Damage</title>
		<link>https://mariekatzer.de/kintsugi-oder-auch-good-damage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marie Katzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2020 12:04:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_1 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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					<h1 class="entry-title">Kintsugi – oder auch: Good Damage</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Photo by: Amazing Zone</p>
<p><!-- /divi:paragraph --><!-- divi:heading --></p>
<h2>Ich habe kürzlich die Folge „Good Damage“ von BoJack Horseman, einer Netflix-Serie, gesehen und mich danach entschieden, diesen Artikel zu schreiben.</h2>
<p><!-- /divi:heading --><!-- divi:paragraph --></p>
<p><strong>Zunächst als kleine Einleitung, was es mit diesem Titel auf sich hat:</strong><br /> <strong><em>Nach Wikipedia: Kintsugi</em></strong><em> (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Japanische_Schrift">jap.</a> 金継ぎ, dt. „Goldverbindung, -flicken“) oder seltener <strong>Kintsukuroi</strong> (金繕い, „Goldreparatur“)<sup><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kintsugi#cite_note-Daijisen-1">[1]</a></sup> ist eine traditionelle japanische Reparaturmethode für Keramik. Keramik- oder Porzellanbruchstücke werden mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Urushi">Urushi</a>-Lack geklebt, fehlende Scherben werden mit einer in mehreren Schichten aufgetragenen Urushi-Kittmasse ergänzt, in die feinstes Pulvergold oder andere Metalle wie Silber und Platin<sup><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kintsugi#cite_note-Daijisen-1">[1]</a></sup> eingestreut wird</em></p>
<p><!-- /divi:paragraph --><!-- divi:paragraph --><!-- /divi:paragraph --><!-- divi:paragraph --><!-- /divi:paragraph --><!-- divi:paragraph --><!-- /divi:paragraph --><!-- divi:paragraph --></p>
<p>  <em>„</em><em>Die Einfachheit und die Wertschätzung der Fehlerhaftigkeit stehen im Zentrum dieser Anschauung. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich Kintsugi – die Goldverbindung, die den Makel hervorhebt.“</em></p>
<p>Und dann zum eigentlichen Text:</p>
<p>Letztes Jahr im September 2019 habe ich mir den linken Oberarm gebrochen. Erstmal keine wirklich große Sache, wenn ich daran denke, wie sich andere Leute Gelenkschäden zuziehen und da – wie sagt man so schön – „Noch ewig was von haben!“</p>
<p>Trotz allem war dieser Unfall für mich keine einfache Sache, da ich selbstständig bin und mich zunächst einmal fragen musste: Wie zum Henker soll ich das in den nächsten Wochen wuppen? Mit einem Arm? Kann ich weiterhin auf ESL-Events fahren, zum Arbeiten? Wie bekomme ich den Arm wieder fit?</p>
<p>Dann waren viele schlaflose Nächte auf dem Plan. Nicht nur wegen den starken Schmerzen, sondern weil ich mir einfach nicht sicher war, wie es weitergehen soll. So eine  „Zwangspause“ macht viel mit einem – auch psychisch. Ganz unabhängig davon, ob man selbstständig ist oder nicht. Und ich bin ganz ehrlich, die Nachricht im Briefkasten am Folgetag, dass ich mich bitte bei der zuständigen Reha-Einrichtung melden solle, hat mich kein Stück aufgefangen. Am Telefon wurde mir erklärt, dass ich eine Reha nicht verkürzen kann. Auf meine Nachfrage, wie ich dann in 3 Wochen ein Event in Hamburg wahrnehmen könne, wenn ich jeden Tag in der Reha anwesend sein müsse, wurde mir entgegnet, dass die Gesundheit jetzt absolut Vorrang habe.</p>
<p>„Natürlich“, habe ich da gesagt „aber ich verdiene kein Geld, wenn ich meine Jobs nicht wahrnehmen kann – ich weiß nicht, wie ich das machen soll. 4 Tage die Woche den ganzen Tag im Wiederaufbau – wer kümmert sich um meine Kunden? Wie soll ich dann meine Miete zahlen, wenn ich einen Monat ausfalle? Wissen Sie, es ist ja schon das letzte Quartal und ich habe noch 2 sehr große, wichtige Anfragen, die ich …“ – „Wie gesagt“, erklang es dann am anderen Ende der Leitung „SIE müssen wissen, wie sehr Ihnen ihre Gesundheit am Herzen liegt.“</p>
<p>Dann war erstmal Leere im Gehirn.</p>
<p>Ich bin jemand, der sehr viel nachdenkt. In diesem Moment habe ich jede  Entscheidung hinterfragt, die ich jemals getroffen habe. „Wie doll mir meine Gesundheit am Herzen liegt.“ – Mhh.</p>
<p><!-- /divi:paragraph --><!-- divi:paragraph --><!-- /divi:paragraph --><!-- divi:paragraph --><!-- /divi:paragraph --><!-- divi:paragraph --></p>
<p>„Wie sehr liegt Ihnen Ihre Existenz am Herzen?“ hat mich mein Orthopäde dann am nächsten Tag gefragt „das ist die richtige Frage. Sie sollten keine Reha machen, wenn Sie sich sowieso nicht auf Ihre Genesung konzentrieren können. Es gibt andere Wege, wir bekommen das auch mit Physiotherapie hin. Wissen<br /> Sie, natürlich ist eine Reha der beste Weg, auf konzentrierte Weise gute Ergebnisse in der Genesung zu erzielen. Aber ich habe, genau wie Sie, keine Ahnung, wie Selbstständige das händeln sollen.  Es sei denn natürlich, Sie haben extrem gute Rücklagen und sind sehr reich. Sind Sie sehr reich?“ „Nein.“ „Okay, dann ist<br /> hier Ihr erstes Rezept für  Krankengymnastik. Wenn Sie mit den Anwendungen durch sind, kommen Sie zur Kontrolle wieder.“</p>
<p>Leichtes Schmunzeln von Ihm, leichtes Schmunzeln von mir. Dankeschön. Bitteschön.</p>
<p>Motivation kommt und geht in Schüben. Das kennt wahrscheinlich jeder, der diesen Text hier liest. Ob es beim Lernen ist, beim Sportmachen – oder eben beim Um-Sich-Selbst-Kümmern. Man hat gute Tage, man hat schlechte. Der Tag beim Orthopäden war ein guter. Bis zu dem Moment, wo ich eine  Physiotherapieeinrichtung in der Nähe angerufen haben. „Gerne behandeln wir Sie. Sie sollen 2 mal die Woche kommen, korrekt?“ „Ja, so gut es eben<br /> möglich ist, hat mein Arzt gesagt.“ „Wie meinen Sie das?“ „Ich bin selbstständig“, quetsche ich heraus „manchmal etwas spontan mit meinen Terminen, wissen Sie.“ Kurzes Schweigen. „Also, Sie sollten das schon ernst nehmen. Wenn im Rezept 2 Mal die Woche steht, dann machen Sie bitte auch 2 mal die Woche einen Termin. Wir können Sie jeweils Dienstag und Freitag um 9Uhr behandeln.“ „Diesen Freitag kann ich leider erst ab 13 Uhr, ich habe morgens noch ein Meeting.“ „Und wie kommen Sie da hin?“ „Meine Schwester fährt mich, die hat Ferien“, sage ich. Wieder kurzes Schweigen auf der anderen Seite.</p>
<p>„Aha. Also, Frau Katzer. Ich glaube nicht, dass wir so flexibel sein können, wenn Ihnen Ihre Genesung am Herzen liegt.“</p>
<p>„Ich glaube, dann muss ich mir eine andere Praxis suchen.“</p>
<p>„Ja, wahrscheinlich. Ich wünsche Ihnen alles Gute.“</p>
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<p>Auflegen. Motivation: Tschüss.</p>
<p>„Verfickte Scheiße.“, denke ich mir und starre an die Decke. Was mache ich hier eigentlich? Dann folgte sehr lange Nichts, was ich gedacht habe. Dann habe ich viel darüber nachgedacht, ob ich zu blöd bin, die richtigen Prioritäten zu setzen. Dann habe ich darüber nachgedacht, wie viele Leute mir immer sagen, was für eine Kämpfernatur ich doch bin.</p>
<p>Und dann bin ich ins Bett gegangen und habe geheult. Um 15 Uhr am Nachmittag. Bis ca. 18 Uhr.</p>
<p>Die <a href="http://www.hueserpraxis.de">Hüserpraxis</a> (kennt bestimmt der ein oder andere, weil ich oft schon für die <a href="http://www.hueserschule.de">Eva Hüser Physiotherapieschule/</a>Praxis gearbeitet habe und hier Projekte veröffentlicht habe) hatte ich direkt nach meinem Bruch schon auf dem Schirm. Aber durch die Einschränkung und das Autofahr-Verbot war die Praxis zunächst leider keine Option für mich. 25 Minuten sind es von mir mit dem Auto bis nach BadLaer. Aber wer fährt mich? Kann ich andere Leute damit belasten? Oh Gott man, ich will doch niemandem zur Last fallen! – und dann plötzlich der Gedanke:</p>
<p><strong>Vielleicht tust du das ja gar nicht, Marie. Vielleicht rufst du einfach erstmal in Bad Laer an. Und dann kannst du dir immernoch überlegen, ob du mit Taxi fährst, weil du so bescheuert bist, dass du dich gerade dafür schämst, um Hilfe zu bitten.</strong></p>
<p>Und so, wie ich eben alle Mitarbeiter in der Praxis schon kenne, habe ich genau das gehört, was ich erwartet habe. „Wir bestimmen die Termine so, wie es dir passt. Wir schaffen das schon, Marie. Das kriegen wir zusammen hin.“ Direktes Durchatmen. Sich aufgehoben und unterstützt fühlen. Obwohl mein gesamtes Umfeld mir in den Vorwochen geholfen hat, wo es eben ging, hatte ich hier das erste Mal wieder ein Gefühl von Sicherheit.<br /> <strong>„Das macht ein Arm-Bruch mit dir, Marie“, denke ich. „Undankbar bist du. Und völlig negativ.“</strong></p>
<p>Und wie bereits oben geschrieben, kommen und gehen Gefühle in Schüben. Und obwohl das hier ein gutes Gefühl war, konnte ich nicht davon ablassen mich schlecht zu fühlen.</p>
<p>Die Physiotherapie bei Julia in der Hüserpraxis war ein Segen. Ich konnte merklich spüren, wie sich mein Arm mit jeder Anwendung erholt hat. Ich habe Hamburg mit nur einem Arm gemeistert (danke an die ESL für das Vertrauen, mich trotz 50% Körperkraft trotzdem zum Event mitzunehmen). In Hamburg habe ich mir dann 2x Physiotherapie auf das Hotelzimmer bestellt – dank <a href="http://yourpersonalphysio.de/">Julia Krüger</a> (hehe witzig, fällt mir jetzt erst auf, dass ich ununterbrochen in guten Julia-Händen war), hatte ich das Gefühl am Ball zu bleiben und so war es absolut klar, das meine Röntgenbilder direkt vor dem Abflug zu einem Event in Peking im November „mehr als gut“ aussehen würden.</p>
<p>Der Bruch war wie weggezaubert – dass es ihn mal gab sieht man nur, weil ca. 100kg Metall in meinem Arm stecken und an den Narben, die das Gesicht von Prinzessin Leia auf meinem Oberarm jetzt nur noch etwas interessanter machen.</p>
<p>Die Folgewochen verliefen deshalb blendend. Jeder Termin hat mich ein riesiges Stück nach vorne gebracht und heute fällt mir auf, während ich jetzt hier am Rechner sitze, wie ich immer häufiger vergesse, dass ich den Arm mal nicht richtig belasten konnte.<br /> Durch das Gefühl, wegen Termin-Verschiebungen oder manchmal spontanen Fragen nach Zusatzterminen nicht verurteilt zu werden, verlief die Heilung glaube ich doppelt so schnell.</p>
<p>Es ist erstaunlich, was das Gemüt dazu beiträgt, wenn man angeschlagen ist. Es ist erstaunlich, wie wichtig es ist, mit Menschen auf einer Wellenlänge zu sein – in jeder Form des Zusammentreffens, wo auch immer. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich Menschen Fälle bewerten.</p>
<p>Und es ist erstaunlich, dass ich mich stärker fühle. Obwohl ich zwischenzeitlich so unfassbar schwach war. In der jetzigen Zeit, wo Arztpraxen und Physiotherapeuten<br /> immer noch aktiv sind, uns allen zu helfen und uns zu unterstützen wird mir auch nochmal klar wie wichtig es ist, jede Situation einzeln zu bewerten. Diese<br /> Handlungsunfähigkeit und Angst, die ich in der Zeit des Bruchs empfunden habe, herrscht im Moment mit großer Wahrscheinlichkeit in den Köpfen von fast allen<br /> Unternehmer*innen im kleinen oder größeren Stil.</p>
<p>Es ist egal, was Sie tun oder welche Entscheidungen Sie treffen:<br />Sie verdienen Support und Verständnis von uns allen. Denn das hat jeder von ihnen immer auch für uns.</p>
<p><em>(Und btw.: Wem nützen diese ganzen schlauen Ratschläge, dass man einfach mal wieder die Zeit nutzen könne, sich um sich selbst zu kümmern. Oder etwas zu machen, was man immer schon mal machen wollte? Verdammte Scheiße, man hat grade echt anderes im Kopf, als sich um sich selbst zu kümmern, wenn man nicht weiß, ob man morgen noch die Türen offen halten darf, um Menschen zu helfen, die Schmerzen erleiden. Diese komischen Feelgood-Scheiß-Tips. Die greifen vielleicht bei Euch, die ihr mit eurem Gehalt zu Hause sitzen könnt. Wo es einfach weiterfließt. Wenn ich noch einmal höre „Das wird schon alles. Ich habe gelesen, dass alle Veranstalter bald voll viel Geld kriegen und kleine Praxen voll viel Support und Einzelunternehmer voll viel Geld. Das soll kommen, sagen alle – auch der WhatsApp-Kettenbrief, den ich dir hier gerade weiterleite mit dem Schmetterling, der singt“ – dann )</em></p>
<p>Ok Marie, beruhige dich. </p>
<hr class="wp-block-separator" /><!-- /divi:separator --><!-- divi:paragraph --></p>
<p>Wenn ich mir meine „Schale“ anschaue, dann ist das schon ein ordentlich zerklopptes Ding, mit einer ganzen Menge Risse. Je mehr ich mich darauf einlasse das anzunehmen, umso schöner wird sie jeden fucking Tag. Klar, mehr Risse. Aber auch mehr Gold. Und was glitzert ist gut. Das wissen wir alle.</p>
<p>Was ich mit dieser Geschichte eigentlich nur sagen will:<br /> Jeder Mensch hat sein Kintsugi schon hinter sich – manch einer bewusst, der andere vielleicht unbewusst – und sowas sollte man niemals vergessen und unterschätzen. Egal, welchen Kommentar man im Gespräch lapidar fallen lässt, weil man nicht darüber nachdenkt. Egal, an welcher Seite des Hörers man sitzt und wen man sich gegenüber hat. Und ganz egal, wie man sich gerade selber fühlt. <strong>#supportyourlocalheros</strong></p>
<p><a href="https://www.instagram.com/p/B9ek3XVnVbe/">https://www.instagram.com/p/B9ek3XVnVbe/</a></p>
<p>Achja: Hört auf in Cafés zu gehen und Euch im Park zu besaufen, ihr Kacknacken da draußen. Ihr seid der Grund, warum das hier alles länger dauert und immer mehr kleine Unternehmen schlucken wird und ich gerne Kintsugi in euer Gesicht machen würde – nur ohne das Gold. Also nur Risse aka Schmerzen. <strong>#staythefuckathome</strong></p>
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			</item>
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		<title>DIE Hochzeitsanfrage 2020</title>
		<link>https://mariekatzer.de/die-hochzeitsanfrage-2020/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GELBEGARAGE]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2020 12:22:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kleine Wutgeschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Januar: Im letzten Jahr habe ich einen kleinen Artikel darüber geschrieben, wieso ich ab 2020 keine Hochzeiten mehr filmen möchte. Für mich eine persönliche Entscheidung &#8211; auf den Artikel habe ich viele schöne Nachrichten bekommen, wo sich Paare von 2014 &#8211; 2019 bedankt haben, dass ich ihre Hochzeit begleitet habe. Das hat meine Entscheidung nochmal [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Januar: Im letzten Jahr habe ich einen <a href="http://mariekatzer.de/bye-bye-weddings-warum-ich-ab-2020-hochzeitsfrei-mache/">kleinen Artikel </a>darüber geschrieben, wieso ich ab 2020 keine Hochzeiten mehr filmen möchte. Für mich eine persönliche Entscheidung &#8211; auf den Artikel habe ich viele schöne Nachrichten bekommen, wo sich Paare von 2014 &#8211; 2019 bedankt haben, dass ich ihre Hochzeit begleitet habe. Das hat meine Entscheidung nochmal bestärkt und ich bin sehr erleichtert und happy in das neue Jahr gestartet.</p>



<p>In der letzten Woche hat mich dennoch eine Anfrage erreicht:<br><em>Hi Marie,<br>wir haben deinen Artikel gelesen und trotzdem möchten wir fragen, ob du unsere Hochzeit im September 2020 mit der Kamera begleiten könntest. Sie findet in xx statt und es ist eine ganz tolle Location, die schon sehr teuer war. Deshalb haben wir auch nicht so viel Budget über für 2 Kameraleute. (Ich habe gehört ihr kommt immer zu zweit)<br>Vielleicht kannst du mir sagen ob du da Zeit hast und wie viel das kosten würde. Ich freue mich sehr auf deine Antwort!<br>LG</em></p>



<p>Ich musste kurz lachen, dann schlucken. Wenn man den Artikel gelesen hat, ist das Thema &#8222;Geld&#8220; ein ganz klarer Punkt, der mich zum Aufhören bewegt hat. Bevor ich antworte, mache ich mir einen Kaffee &#8211; um mich zu beruhigen. Ich schreibe zurück:</p>



<p><em>Liebe L,<br>Danke für deine Anfrage. Leider werde ich keine Ausnahme machen und hoffe, dass ihr jemanden findet, der Zeit hat eure Hochzeit zu begleiten. Dafür die besten Wünsche &amp; ein schönes Jahr 2020,<br>Marie</em></p>



<p>5 Minuten später kommt zurück:<br><em>Hi, ich habe ja schon gehört dass du da total engstirnig bist. Finde es aber frech, dass du nichtmal ein Angebot schickst.</em></p>



<p>Nochmal 5 Minuten später:<br><em>Hi Marie,<br>entschuldige die patzige Antwort. Ich war nur etwas sauer, weil ich damit nicht gerechnet habe. Guck dir doch einmal mein Insta an. Wir sind ein wirklich tolles Paar, ich habe auch schon viele Follower kannst du da ja sehen. Das ist doch auch für deine Internetseite eine total gute Referenz??</em></p>



<p>Ich antworte:<br><em>Liebe L,<br>ja &#8211; ihr seid ein wirklich tolles Paar. Aber Nein.<br>Marie</em></p>



<p>Direkt:<br><em>Tja, musst du ja wissen. Dann bekommt den Job eben jemand anders, der uns mehr zu schätzen weiß. Wir haben ja viele angefragt, die auch schon gesagt haben, dass sie das auf jeden Fall machen.</em></p>



<p>Ich:<br><em>Liebe L,<br>das klingt doch super. Ich wünsche Euch viel Erfolg, jemanden zu finden! <br>Marie</em></p>



<p>Heute kommt eine Mail:<br><em>Liebe Marie,<br>entschuldige bitte meine eMails aus der letzten Woche. Ich war da etwas unfair aber das liegt auch daran, dass es so schwer ist, jemanden zu finden. Jetzt wollte ich dich fragen, ob du uns jemanden empfehlen kannst der im September noch Zeit hat. Das wäre total toll, weil viele jetzt gesagt haben, wir sind schon etwas spät mit der Suche für 2020. Das wusste ich nicht. <br>Kannst du mir Empfehlungen schicken von 3,4 Leuten die auch so filmen wie ihr?</em></p>



<p>Ich mache mir jetzt erstmal einen Kaffee.</p>
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		<title>Die gute, alte Periode.</title>
		<link>https://mariekatzer.de/die-gute-alte-periode/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GELBEGARAGE]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2020 11:43:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kleine Wutgeschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2014: Das Anfangsjahr, meiner Selbstständigkeit. Bei einem Auftrag passiert Folgendes: Der Kunde hat nicht, wie abgesprochen das Hotel bezahlt, der Mietwagen wurde über eine nicht gedeckte Kreditkarte bezahlt.Innerhalb von einer Woche musste ich Geld für mich und einen Kollegen auslegen, was ich natürlich gar nicht eingeplant hatte. Wir treffen uns zu einem Gespräch, um das [&#8230;]</p>
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<p>2014: Das Anfangsjahr, meiner Selbstständigkeit. Bei einem Auftrag passiert Folgendes: Der Kunde hat nicht, wie abgesprochen das Hotel bezahlt, der Mietwagen wurde über eine nicht gedeckte Kreditkarte bezahlt.<br>Innerhalb von einer Woche musste ich Geld für mich und einen Kollegen auslegen, was ich natürlich gar nicht eingeplant hatte.</p>



<p>Wir treffen uns zu einem Gespräch, um das zu klären. Auch im Sinne von zukünftiger Zusammenarbeit. Ich gehe ruhig in das Gespräch, will nichts falsch machen &#8211; koche aber innerlich. Wir sind zu dritt. Der Kunde, mein Kollege und ich.</p>



<p>Ich starte meine Aufzählung von Dingen, die so nicht hätten passieren dürfen.<br>Kunde: Ja, aber ihr kriegt das Geld dann jetzt doch &#8211; beruhig dich mal.<br>Ich: Nein, ich beruhige mich nicht &#8211; das hätte richtig schief gehen können.<br>Kunde: Ist es aber nicht. <br>Ich: Entschuldige? Das kann doch jetzt nicht deine Lösung sein. Das waren fast 1000 Euro. Du hast nicht mal reagiert, als ich dich gebeten habe, etwas von dem Geld während unseres Trips zu überweisen!<br>Kunde: Ja passiert halt nicht nochmal, hab das mit dem Hotel eben vergessen.</p>



<p>Ich werde richtig sauer. Übergang in einen wütenden Monolog. Der Kunde grinst und stupst meinen Kollegen mit dem Arm an.</p>



<p>Er sagt: Ey, was&#8217;n mit der los? Hat die schon wieder ihre Tage? <br>Er lacht.</p>



<p>Mein Kollege lacht nicht. Ich lache nicht.<br>3 Jahre später haben wir das erste Mal wieder richtig gesprochen.</p>
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		<title>Ein neues Auto.</title>
		<link>https://mariekatzer.de/ein-neues-auto/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GELBEGARAGE]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jan 2020 11:11:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kleine Wutgeschichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2019: Ich habe ein neues Auto. Einen VW Arteon. Sehr gutes Leasingangebot, Leute. Davor hatte ich einen Golf &#8211; den bin ich unglaublich gerne gefahren. So oder so &#8211; für mich ist ein Auto kein wirkliches Statussymbol. Ich fahre gerne ein schönes Auto, ja &#8211; aber es gibt mir keinen Ego-Boost und ich fühle mich [&#8230;]</p>
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<p>2019: Ich habe ein neues Auto. Einen VW Arteon. Sehr gutes Leasingangebot, Leute. Davor hatte ich einen Golf &#8211; den bin ich unglaublich gerne gefahren. So oder so &#8211; für mich ist ein Auto kein wirkliches Statussymbol. Ich fahre gerne ein schönes Auto, ja &#8211; aber es gibt mir keinen Ego-Boost und ich fühle mich nicht seriöser oder hipper oder sonst was, wenn ich einen Tesla fahre oder einen VW Up! .</p>



<p>Einer meiner ersten Kundentermine (Kunde seit 2015) mit diesem neuen Auto, hat nicht stattgefunden. Die Idee war meinen Kunden A mit meinem Kunden B zu vernetzen. Ich würde dabei als Connector funktionieren &#8211; die Idee kam mir eigentlich ziemlich schlau vor. Ich bin auf dem Parkplatz vorgefahren, da wartete bereits Kunde B auf mich, der gemeinsam mit mir auflaufen würde.</p>



<p>Ich parke, Kunde B nickt mir zu. Ich steige aus, will zum Handschlag ansetzen.</p>



<p>Kunde B: <em>Fräulein Katzer, na das ist ja was! Wenn Sie jetzt noch ihre Buffalos ausziehen würden und mal nen Blazer überwerfen &#8211; dann kann man Sie mit Ihrem neuen Sportwagen ja tatsächlich bald mal so richtig als Geschäftsfrau ernst nehmen!</em></p>



<p>Ich denke kurz nach. Steige wieder in mein Auto und fahre weg. Rufe Kunde A an und melde mich ab. Kunde B ruft noch 5 mal an.</p>



<p class="has-normal-font-size">Kunde B entschuldigt sich per WhatsApp. Wir wiederholen den Termin.<br>Ich habe jetzt einen neuen Ansprechpartner von Kunde B&#8217;s Unternehmen.<br><br></p>
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		<title>Was das Tagesgeschäft schluckt &#8211; oder: Wo das Herz schlägt.</title>
		<link>https://mariekatzer.de/was-das-tagesgeschaeft-schluckt-oder-wo-das-herz-schlaegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GELBEGARAGE]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jul 2019 10:51:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://mariekatzer.de/?p=651</guid>

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				<div class="et_pb_text_inner">Es gibt Projekte für&#8217;s Konto. Und es gibt Projekte für&#8217;s Wohlfühlkonto. Und was Tobi und ich in den letzten Wochen mit dem Support vom VfL Osnabrück und dem Druckhaus M&amp;E umgesetzt haben, geht mitten in mein kleines Herz.</p>
<p>Der Aufstieg kam überraschender als man denkt. Klar, es war schon ziemlich früh klar, dass der VfL Osnabrück es in dieser Saison packen wird und den Weg in die 2. Liga antritt, aber dennoch kam der Tag schneller, als erwartet. Ich wusste zu dem Zeitpunkt, das mein Kameramann der Herzen, Raoul, zum Arbeiten in Mumbai sein würde.&nbsp; Alleine den Aufstieg filmen &#8211; wohl möglich auch den Platzsturm, was auch immer kommen würde &#8211; da war ich schon irgendwie etwas aufgeregt. Bin sonst ja nicht mehr alleine, bei Produktionen.<br />
Beim Essen mit Tobi und René kam dann der Gedanke, nicht nur Bewegtbild zu sammeln, sondern das Ganze auch fotografisch festzuhalten. Wenn Wein fließt, laufe ich ja zu Hochtouren auf &#8211; deshalb war ich auch direkt davon überzeugt, dass es OBER Sinn macht, einen &#8222;Nicht-Sport-Fotografen&#8220; einzusetzen, um mal einen etwas anderen Blick auf solche Feierlichkeiten zu bekommen, als man es sonst gewohnt ist.</p>
<p><strong>Dann war der Tag des Aufstiegs da. Und Tobi war da. Und ich war auch da. Leibchen an, Abfahrt.</strong></p>
<p>Diese Ganze Aufstiegsnummer fühlt sich rückblickend immernoch unwirklich an. Tobi und ich standen vor dem Nordeingang, die Leibchen voll mit Milchshake und Bier und hatten den gleichen Gesichtsausdruck &#8211; Erschöpft und glücklich. Wissend, dass es das noch nicht gewesen sein soll. Dass da ja noch der Pokal kommt. Und die Meisterfeier auf dem Rathausplatz.<br />
Richtig verballert bin ich dann nach Hause getingelt und habe mir auch erstmal ein Bier aufgemacht. Ich habe am Ende des Tages noch ein kurzes Video geschnitten. Wusste, mit den Feierlichkeiten der nächsten Wochen würden sich bei mir noch ganz andere Mengen an Material ansammeln.</p>
<p>Beim Abschluss, der Pokalübergabe, hatte ich dann den Support von Raoul &amp; Jan an der Kamera (Pure Love!). Wieder an der Nord mit Tobi getroffen. Wieder den ganzen Tag durchgezogen.<br />
Nach Hause. Video für den Rathausplatz geschnitten.<br />
Ich sitze vor dem PC. Tobi schreibt: Die Bilder sind der Wahnsinn. Wie ist das Video-Material? Ich muss grinsen, freue mich über die Shots von den Jungs und gehe um 2 Uhr ins Bett, um am nächsten Tag beim Empfang fit zu sein.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Der VfL holt die Meisterschaft!" width="1080" height="608" src="https://www.youtube.com/embed/VSS63dNZ8tk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Rathausplatz. Raoul, Tobi und ich &#8211; alle immer noch am Grinsen. Irgendwann ist man nicht mehr müde. Da hat man so Bock, diese ganze Geschichte zu erzählen, dass es egal ist, was passiert. Man zieht durch &#8211; und das macht einen glücklich. Man weiß, dass es gut ist, was man macht. Da ist es in dem Moment auch erst einmal egal, was daraus wird. Die Momente, die man bei so etwas festhalten kann, sind magisch. Und Teil von so etwas zu sein, macht einen unfassbar stolz.</p>
<p><strong>Tobi gibt abends noch ein paar Shots rüber, für Instagram und Facebook. Im Kopf macht sich ein Gedanke breit: Wie kriegen die Leute das jetzt eigentlich zu sehen, was wir hier gezaubert haben? Ein bisschen Insta? Ein bisschen Facebook? Meine Videos waren ja schon online (auch wenn das nur ein minimaler Teil ist von dem, was wir tatsächlich geschossen haben). Aber was passiert mit diesen unsagbar guten Fotos? Archiv? Oh Gott, bitte nein.</strong></p>
<p>Schnell haben wir das Gespräch zum VfL gesucht. Klar, alles ist cool. Alles ist machbar &#8211; aber gerade jetzt sind andere Dinge auf dem Zettel. Der VfL Osnabrück ist aufgestiegen. Was in der Kommunikationsabteilung auf dem Tisch liegt, konnte ich mir und kann man sich nicht vorstellen. Lizenzierung, Trikotvorstellung, Trainingslager, Presseanfragen, Neuverpflichtungen.<br />
Sowohl Sebastian, als auch René waren offen für unsere Idee. Aber immer wieder fällt das Wort &#8222;Tagesgeschäft&#8220;. Ich merke, wie ich innerlich unruhig werde. Fast schon sauer. Ich bin ein visueller Mensch, will, dass die Leute Tobis Bilder in den Händen halten können. Vielleicht verschenken, sich unterschreiben lassen. Und ich weiß, wenn wir es jetzt nicht machen, dann interessiert das im Winter auch keinen mehr. Das ist Fußball, man. Das ist was für&#8217;s Herz. Ich will JETZT nochmal erleben, was diesen Sommer passiert ist. Und nicht erst im Winter. Nicht erst dann, wenn vielleicht wieder alles anders ist. &#8222;Was ist, wenn wir es selber machen?&#8220;</p>
<p>Der VfL gibt uns ein GO. Will, dass wir etwas, für das wir so brennen, umsetzen können. Nur müssen wir es eben selbst abwickeln. Classic Danneberg-Zitat: &#8222;Drauf geschissen.&#8220; Mir war zwar in dem Moment noch nicht so bewusst, wie viel Arbeit das wirklich ist, aber verdammt nochmal &#8211; es war alles jede Mühe wert.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="size-medium wp-image-654 alignleft" src="http://neu2020.mariekatzer.de/wp-content/uploads/2019/07/2019-07-12-11.11.47-1-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300"></p>
<p>Angefangen herum zu telefonieren. Bei M&amp;E einen tollen Ansprechpartner gefunden. Lokale Produktion: Check<br />
Mit Tobi getroffen. Gelernt, wie sehr es weh tut, Bilder auszusortieren. Layout gebastelt: Check.<br />
Finale Zusage vom VfL, dass der Fanshop das Magazin für uns verkauft. Sich richtig abgeholt fühlen: Check.<br />
Dann der Anruf von M&amp;E. Hinfahren. Magazin anfassen. Sprachlos sein. Tobi drücken.<br />
Zum VfL fahren. Magazin zeigen. Nur gutes Hören.</p>
<p>Und jetzt ist es da. Wird ab Sonntag verkauft und ist das erste Mal, dass Tobi und ich sowas umgesetzt haben.<br />
Tobi, ich bin dir dankbar für alles. Vor allem für&#8217;s positiv bleiben, wann immer ich mal wieder nicht in der Lage war, mich aus meinem Wutmodus selber rauszuziehen. Weil es alles eben nicht immer nur so reibungslos läuft, wie man es sich wünscht.</p>
<p><strong>Das was ich mir jetzt wünsche ist, dass Euch das Heft so gut gefällt wie mir. Und das ihr vielleicht spürt, wenn ihr es in den Händen haltet, wie viel Herzblut in sowas drinsteckt. Alle Infos:&nbsp;<a href="https://www.vfl.de/2019/07/12/wir-steigen-auf-das-fotomagazin/?fbclid=IwAR2NH62ROli4ke_YXC9u9RbsYb_kWm7Qh3EwCYEzKW7ZmCiYXUcuSeJDHPY">HIER.</a></strong><br />
<strong>#lilaweißeliebe</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe loading="lazy" title="VfL-TV | &quot;Wir steigen auf&quot; - DAS Fotomagazin" width="1080" height="608" src="https://www.youtube.com/embed/o0ojZvhWZAY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
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			</div></p>
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		<item>
		<title>Bye Bye Weddings! Warum ich ab 2020 &#8222;Hochzeitsfrei&#8220; mache.</title>
		<link>https://mariekatzer.de/bye-bye-weddings-warum-ich-ab-2020-hochzeitsfrei-mache/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GELBEGARAGE]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Feb 2019 18:23:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_3 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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					<h1 class="entry-title">Bye Bye Weddings! Warum ich ab 2020 &#8222;Hochzeitsfrei&#8220; mache.</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner">Oder: 5 Gründe, wieso ich mich von diesen romantischen Produktionen verabschieden werde.<br />
_______________________________________<br />
Vorab bedanke ich mich bei den wundervollen Paaren, die mich an ihrem wichtigsten Tag haben teilnehmen lassen. PURE LOVE.</p>
<blockquote><p>Weißt du Marie, eine Hochzeit ist einfach schon so teuer &#8211; kannst du da nicht noch ein bisschen was am Preis machen?</p></blockquote>
<p>Als ich damals mit der Selbstständigkeit losgelegt habe, hab&#8216; ich es geliebt, Hochzeiten zu filmen. Ich bin selbst eine heillose Romantikerin und fand es immer ganz wunderbar, fast unsichtbar auf den Hochzeiten herumzuschleichen, um gerade die Momente einzufangen, die nicht unbedingt zum regulären Tagesablauf dazugehören: Den Schnaps, den das Brautpaar an der Theke zusammen trinkt &#8211; um dann das Gesicht zu verziehen, weil er echt schäbbig schmeckt &#8211; und dann gemeinsam loslacht. Sowas waren immer meine Highlights, die die Videos auch ausgemacht haben &#8211; und die auch zu dem vielen wunderbaren Feedback geführt haben, das ich von den Brautpaaren bekommen habe.<br />
Wenn am Ende gesagt wurde, dass es schön war, mich und meine Kollegen da gehabt zu haben, war ich immer sehr glücklich. Und mit diesem Gefühl möchte ich auch aus dem &#8222;Weddingbusiness&#8220; aussteigen. Weshalb das genau jetzt der Fall ist, liegt daran, dass ich noch ein paar schöne Hochzeiten vor mir habe auf die ich mich freue &#8212; und nicht möchte, dass vielleicht der Punkt kommt, an dem diese Freude umschwingt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es gibt ganz klare Gründe, die genau dazu führen können. Einige davon sind klassisches Selbstständigen/Geld-Geraffel, andere wiederum sind einfach ein Bauchgefühl.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Numero Uno</em><br />
<strong>Vor dem Angebot //&nbsp; Ich sag&#8217;s dir direkt, Marie: Wir haben da überhaupt nichts für eingeplant.</strong><br />
Manchmal weiß ich da nicht, was erwartet wird. Ein &#8222;Okay, dann kostet der Aufwand, den andere ganz regulär bezahlt haben, natürlich für Euch extra weniger.&#8220; &#8211; werde ich niemals von mir geben. Es gibt eine Art der Kommunikation, die viel schöner ist und die viele Brautpaare Gott sei Dank drauf hatten:<br />
Wir haben folgendes Budget &#8211; kriegen wir da etwas für hin?<br />
Da diese Frage häufig kam, habe ich ein 3-Video System angeboten, bei dem man ganz einfach ein oder zwei Videos streichen konnte. Das haben viele genutzt und am Ende waren alle zufrieden &#8211; leider gab es das grade im letzten Jahr sehr oft anders. Da endete das Gespräch mit: Naja, ist ja deine Entscheidung, wenn du nichts verdienen willst.<br />
Ja, ist es.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Numero Due</em><br />
<strong>Während der Hochzeit // Er: Ich weiß, wir hatten gesagt um 1 Uhr ist Schluss &#8211; aber könnt ihr nicht noch zwei Stunden bleiben? Ich: Klar, kann Euch das am Ende einfach noch kosten-technisch aufschlüsseln, für die Extrazeit. Sie: Naja, das sollte doch wohl eben noch <em>so</em> drin sein?!</strong><br />
Das tut richtig weh. Man hat mit 2 Leuten und 3 Kameras den ganzen Tag alles gegeben und hat wundervolle Impressionen festgehalten &#8211; das ist nicht mal eben wohl noch so drin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Numero Tre</em><br />
<strong>Nach der Hochzeit // Das Material hast du jetzt ja eh, kannst du uns das einfach eben noch so kurz zusammenschnippeln? Ich: Klar. Ist so und so aufwändig, kostet so und so. Er: Also ich dachte eigentlich, wir haben dir schon genug Geld gegeben, für diese 2 Clips&#8230;<br />
</strong>Dieses Statement habe ich immer als Anlass genommen, um zu erklären, was es für ein Aufwand ist, das mal eben zu tun. Viel&nbsp; Verständnis habe ich dadurch erfahren (und viele Buchungen zum 1-jährigen, nochmal frische Bilder in einem Video zusammenzuschneiden) aber auch massives Unverständnis gegenüber meiner Arbeit und wie viel Zeit und Aufwand in so etwas steckt. Das ist in etwa so, als wenn du Tischler bist. Und du zersägst einen ganzen Baum, um eine Tischplatte herauszufräsen. Und dann kommt der Kunde und sagt &#8222;Du hast den ganzen Rest da doch noch liegen &#8211; kannst du uns da nicht eben noch nen Tisch draus zimmern? FOR FREE?&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Numero quattro</em><br />
<strong>Ich bin zu emotional.&nbsp;</strong><br />
Es &#8211; entschuldigt &#8211; fucked mich ab, dass ein Video von so einem Tag für viele Menschen einfach ein cooles Beiwerk ist, um es bei WhatsApp zu verschicken. Videos von so einem Tag sind eine Chance, den ganzen Tag nochmal außerhalb der Blase zu erleben. Können ein viel wichtigeres Medium sein, als man angenommen hat. Viele Brautpaare waren so dankbar über die Videos, weil sie laut eigener Aussage &#8222;quasi nix vom Tag mitbekommen haben&#8220;. Das dann so festgehalten zu haben, echte und ehrliche Emotionen, war immer mein Ziel. Leider kann ich vielen Menschen diesen Wert nicht verdeutlichen (wo wir dann auch immer wieder beim Thema Patte landen) und das macht mich traurig. Und was mich traurig macht, will ich nicht machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Numero cinque</em><br />
<strong>Ich bin voll. Auf 2 Arten.<br />
</strong>Ich arbeite Vollzeit als Selbstständige. Jeder muss mal auf eine Mail-Antwort warten &#8211; und ich versuche da echt fix zu sein; selten (außer so wie kürzlich, als ich gehacked wurde und eine Pornoseite war hehe) brauche ich länger als 24h, um zu antworten. Ich habe übrigens &#8211; zwar selten &#8211; auch mal Wochenende! Und wenn man keine Mail zurückbekommt, weil man sie erst um 18 Uhr abgeschickt hat, ist das keine Einladung, Instagram, Facebook und WhatsApp zu spammen. Ich bin nicht immer easy zu erreichen; aber Nachrichten wie &#8222;Du scheinst wohl keine Jobs nötig zu haben&#8220; nach 3h Wartezeit sind &#8211; naja. Uncool! Hinzu kommt ein wunderbarer Grund:<br />
Mein eigenes Umfeld voller Liebe und Freude überfüllt mich mit Hochzeiten &#8212; und die einfach zu erleben und genießen zu können ist mir wichtiger, als Geld damit zu verdienen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich mach&#8217;s wie Marie Kondo und sortiere direkt zum Jahresanfang einfach aus, was mich unglücklich macht. Und das war der Stich &#8212; Mitten ins Herz &#8212; für die romantischste Nebensache der Welt.<br />
Wie Miley es kürzlich so schön sang: #nothingbreakslikeaheart</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&lt;/3</p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=A9hcJgtnm6Q</div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
			</div>
				
				
			</div></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zurück in die Zukunft &#8211; Jeden Dag ebbes Bsonders.</title>
		<link>https://mariekatzer.de/zurueck-in-die-zukunft-jeden-dag-ebbes-bsonders/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[GELBEGARAGE]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Sep 2018 11:55:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://mariekatzer.de/?p=622</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://mariekatzer.de/zurueck-in-die-zukunft-jeden-dag-ebbes-bsonders/">Zurück in die Zukunft &#8211; Jeden Dag ebbes Bsonders.</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://mariekatzer.de">Marie Katzer</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_4 et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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					<h1 class="entry-title">Zurück in die Zukunft &#8211; Jeden Dag ebbes Bsonders.</h1>
				</div>
				
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>&#8230; oder: Wieso man sich vom BeckaBeck eine (Brot-)Schreibe abschneiden kann.</p>
<p>Es gibt Drehs, die machen Spaß. Manche sind sehr herausfordernd. Andere sind eher emotional. Und andere wiederum sind lehrreich. Und die Produktionen, die wir in diesem Jahr für die <a href="http://www.konzeptwerkstatt.de">Konzeptwerkstatt Merge</a> in Bad Urach uff der Schwäbische&#8216; Alb bei der Bäckerei <a href="http://www.beckabeck.de">BeckaBeck</a> umgesetzt haben, hatten eine solide Prise von allem.</p>
<p>Beim ersten Besuch ging es in erster Linie um die Menschen. Die Philosophie von Heiner Beck und seinem Team und den Grundgedanken, mit den Menschen zu &#8222;werben&#8220;, die auch das Gesicht hinter der Marke sind: Ehrliche Bilder von echten Mitarbeitern und Partnern. Sowohl in den Videos, als auch auf den Fotos, die bei dieser Produktion Nikita übernommen hat, lag das Augenmerk darauf, dass alles zum Style der bestehenden CI passt &#8211; das schließt mit ein, dass die Bilder natürlich wirken, die Statements ungestellt und frei heraus sind. Die Konzeptwerkstatt hat diese Statements unserer Videos grafisch mit Nikitas Photos verknüpft und das ganze ist auf den Nutzfahrzeugen der Firma in Großform zu sehen:<span style="font-size: 14px;"> </span></p>
<p><a href="https://www.keltenhof.com/produkte/"></a></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_5  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: left;"><img decoding="async" loading="lazy" src="http://neu2020.mariekatzer.de/wp-content/uploads/2018/09/35302304_2016741931710221_1629483697017192448_o-300x225.jpg" width="535" height="401" alt="" class="wp-image-630 alignnone size-medium" />  <img decoding="async" loading="lazy" src="http://neu2020.mariekatzer.de/wp-content/uploads/2018/09/35296556_2016741935043554_2578642263655579648_o-300x225.jpg" width="535" height="401" alt="" class="wp-image-631 alignnone size-medium" /><br /> <em>Konditorin Annegret (l.) und BioHühner-Bäuerin Karin (r.)</em></p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die Videos werden in regelmäßigen Abständen auf Facebook gepublished. &gt; <a href="https://www.facebook.com/Beckabeck.Baeckerei/videos/10155758367138450/">BeckaBeck Videoclips</a><br />  </p>
<h4>Nach dem ersten Besuch war schnell klar, dass wir noch einmal wiederkommen werden.</h4>
<p><strong>Der Termin war gesetzt, das Briefing klar: Bei der Produktion der neuen Videos lag der Fokus auf den Partnern.</strong></p>
<p>Im Juni haben wir uns also nochmal auf den Weg gemacht und beim Milchlieferanten von BeckaBeck angefangen. Die Betriebe, oder auch die einzelnen Partner, die mit Heiner Beck und seinem Team zusammen arbeiten, kommen alle aus der Region und haben alle interessante Geschichten.<br /> Familienunternehmen, Entrepreneure, Biobauern und Menschen, denen ihr &#8222;Paradies&#8220;, die schwäbische Alb, sehr am Herzen liegt.<br /> So wird während der gesamten Produktion klar, dass alle die veganen Schritte, die BeckaBeck derzeit unternimmt &#8211; um 1. am Nerv der Zeit zu bleiben und 2. aufzuzeigen, was man als Bäckerei alles umsetzen kann, ohne ständig mit tierischen Produkten zu arbeiten, wenn man denn nur davon überzeugt ist &#8211; befürworten. In meinen Augen ist dieser Betrieb ein absoluter Vorreiter im Umgang mit seinen Partnern und kommuniziert ehrlich und offen. Damit legt er eine fantastische Philosophie an den Tag: Nicht nur regional, sondern auch saisonal &#8211; und für jeden Kunden so, wie es für ihn passt.<br /> Und wenn das bedeutet, dass es einen veganen Stollen zur Weihnachtszeit geben soll, dann ist auch das keine Hürde, die BeckaBeck nicht nehmen kann.</p>
<p>Nikita, der übrigens Veganer ist, hat es mit uns in der Truppe sonst bestimmt mal schwer gehabt, wenn wir abends was mampfen gegangen sind &#8211; morgens beim Frühstück sah das hingegen anders aus: Die Auswahl ist nicht riesig, aber sie wächst. Und läuft beim BeckaBeck nicht nur auf eine Brötchensorte mit  Marmelade hinaus, sondern ein Snackkonzept, was sich wirklich sehen lassen kann.</p>
<p>Für mich als Verfechterin des Gedanken, dass man in kleinen Schritten einiges an seinem Leben und für die Umwelt verändern kann, ist das hier das Paradies. Während ich zum Beispiel davon überzeugt bin, dass es auch ein Ansatz ist, vegane Pflegeprodukte zu erwerben (Makeup eingeschlossen) oder vegan zu naschen (ist sowas von einfach, man kann alles nachlesen und es ist so gut wie alles gebrandet) oder kleine Lebensmittelunternehmen zu unterstützen, gibt es auch hier einen Ansatz, der für mich einen absoluten Welt-Verbesserungsansatz hat: Zurück zu alten Getreidesorten oder alten Kräutern &#8211; viel besser verträglich, viel reiner &#8211; und langsam aber stetig weg von den ganzen Unkrautvernichtern, die uns mit Sicherheit einfach nicht gut tun.</p>
<p>BeckaBeck selbst arbeitet mit Bauern zusammen, die diesen Ansatz unterstützen. Die Schilder zeigen Euch auf der Schwäbischen Alb, was ihr vorfindet.</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img decoding="async" loading="lazy" width="1600" height="1200" src="http://neu2020.mariekatzer.de/wp-content/uploads/2018/09/WhatsApp-Image-2018-06-11-at-20.06.30.jpeg" alt="" title="" srcset="https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2018/09/WhatsApp-Image-2018-06-11-at-20.06.30.jpeg 1600w, https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2018/09/WhatsApp-Image-2018-06-11-at-20.06.30-1280x960.jpeg 1280w, https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2018/09/WhatsApp-Image-2018-06-11-at-20.06.30-980x735.jpeg 980w, https://mariekatzer.de/wp-content/uploads/2018/09/WhatsApp-Image-2018-06-11-at-20.06.30-480x360.jpeg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1600px, 100vw" class="wp-image-633" /></span>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_7  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><blockquote><p>&#8222;Der Schwäbische Alb-Weizen.<br />
Es handelt sich hierbei nicht um modernen Hochertragsweizen, sondern um alte Sorten aus einer biologisch-dynamischen Zucht. Sie werden von Bio-Bauern auf der Schwäbischen Alb sorgfältig angebaut. &#8222;</p></blockquote></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_8  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Diese Sorten sind wesentlich besser verträglich und schmecken sehr intensiv. Hier wird auf Chemie verzichtet. An den Feldrändern sind immer noch Blütenstreifen und immer wieder summt und brummt es, während wir unsere Aufnahmen machen.</p>
<p>&#8222;Alte Sorten&#8220; ist ein Begriff, der uns auch auf dem <a href="https://www.keltenhof.com/aktuelles/">Keltenhof</a> von Gerhard Daumüller (siehe Titelbild) immer wieder begegnet. Er präsentierte uns ein Feuerwerk an Geschmäckern und Gerüchen, das ich so schnell nicht vergessen werde. Salat als Beilage? Schnee von gestern. Wenn man hier probiert fragt man sich, wieso man überhaupt sonst Dressing auf seinen Salat schmeißt. Hier werden Kräuter, Blüten, Wurzeln so gewürdigt, wie sie es verdient haben. Wertschätzung wird &#8211; so merken wir als Team auch nach diesem Dreh &#8211; im Gebiet der Schwäbischen Alb sehr groß geschrieben. Und gerade im &#8222;engsten&#8220; Kreis von BeckaBeck wird dieser Begriff nicht nur genutzt. Sondern auch gelebt.</p>
<p>Und diese Einstellung wird von mir geliebt.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/Beckabeck.Baeckerei/videos/374050319798388/">https://www.facebook.com/Beckabeck.Baeckerei/videos/374050319798388/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Meine Empfehlung bei BeckaBeck:</strong> <a href="https://shop.beckabeck.de/">Brotboxen online bestellen (Veganer Welcome!)</a><br /> <strong>Meine Empfehlung beim Keltenhof:</strong> <a href="https://www.keltenhof.com/produkte/">Produktübersicht </a></p></div>
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